Im Verborgenen - Schätze aus dem Depot
Sonderausstellung vom 23. Juni bis 17. Oktober 2010
Sein Schatzkästlein hat das Hohenzollerische Landesmuseum zur Zeit im Rahmen der Sonderausstellung "Im Verborgenen" geöffnet. Zu sehen sind Exponate aus der Zeit der Urnenfelderkultur bis hin zum 19. Jahrhundert, die ansonsten im Depot schlummern und in der Mehrzahl bisher noch nie ausgestellt waren. Interessant sind insbesondere die Objekte zur bürgerlichen Kultur Hechingens. Hut- und Kleidermode aus dem 19. Jahrhundert, Münzen und Geldscheine, die Handwerkszünfte und das Rathaus von 1886 sind Themen der Ausstellung. Zu sehen ist aber auch eine Darstellung des Brandes in der "Krappengass" (Rabenstraße), dem am 31. Oktober 1723 insgesamt 21 Häuser zum Opfer fielen. Befremdlich mutet heutzutage eine Vitrine an, in der es um den Strafvollzug in früherer Zeit geht. Eisenketten und Schandmasken zeugen von einer rigiden Disziplinierung in dem kleinen Residenzstädtchen. Ein Beispiel für Tüftler ist Casimir Bumiller, dessen hölzernes Fahrrad ein Prunkstück der Ausstellung ist. Abgerundet wird diese mit zahlreichen alten Postkarten mit Motiven aus ganz Hohenzollern. Geöffnet ist die Sonderausstellung noch bis zum 17. Oktober, jeweils Mittwoch bis Sonntag 14 bis 17 Uhr.

Der Hut zum Bild: Goldene Radhauben trugen die Hechingerinnen, so wie Maria Magdalena Mutschler auf dem Bild aus dem Jahr 1830.

Schandmaske und Fußkette: Der Aufschrift nach zu urteilen wurde die Schandmaske aus dem 18. Jahrhundert zur "Straff der boshaftten Weiber" verwendet.

Stolz auf Zollern, stolz auf Hechingen und sein Rathaus: Tafeln aus dem alten Hechinger Rathaus.

Tüftler aus dem Killertal: Ein Fahrrad ganz aus Holz konstruierte Casimir Bumiller aus Jungingen im Killertal
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