Hohenzollerisches Landesmuseum
Schloßplatz 5
72379 Hechingen

Tel. +49 (0)7471 / 940-188 u. -187
E-Mail: hzl-museum@hechingen.de
       
Ansprechpartner: David Hendel

Aktuelle IiQ-Präsentation

Obertorplatz-Ansichten

Passend zur Freigabe des Obertorplatzes am 31.3.2021 zeigt die IiQ-Präsentation nun im zweiten Quartal eine Reihe von alten historischen Ansichten des nun neugestalteten Platzes im Herzen der Hechinger Altstadt. Mehrheitlich stammen diese Ansichten von Postkarten, welche sich im Archiv des Landesmuseums befinden.

Man sieht die Veränderungen im Laufe der Zeit nicht immer auf Anhieb, doch bei genauerem Betrachten fallen Unterschiede und Entwicklungen auf. Und der Vergleich zum neuen Zustand ist wohl der gravierendste.

Besonderheiten der hier abgebildeten Ansichten sind wohl die Bezeichnungen "Postplatz", aber auch "Adolf-Hitler-Platz". Einmal sieht man den Platz von der Zollerschule her und ein andermal vom Kirchplatz. Es gibt schwarzweiße Ansichten neben farbigen, entweder nachträglich koloriert oder schon als Farbfoto. Weitere kleine Besonderheiten sind die Strom- bzw. Telegraphenmasten oder die Begrünung vor bzw. neben den Häusern. Aber auch Personen, Fahrzeuge, Gebäude und andere Objekte, welche sich auf oder neben dem Platz befinden verdienen Aufmerksamkeit.

Bei der Zusammenstellung fiel eine Postkarte aus dem Museumsbestand besonders ins Auge, denn sie war offensichtlich „gelaufen“, also wirklich unterwegs, wenn auch in einem Briefumschlag. Adressiert ist die 1976 versandte Karte vom Obertorplatz an Tante Leni, als Absender sind Sieglinde, Heinz und Stefan genannt.

Der hier zuvor platzierte Aufruf zur Mithilfe bei der Suche nach diesen Personen trug umgehend Früchte. Über die sozialen Netzwerke kam der Hinweis von Leonie Schneider-Loye, stellvertretende Leiterin des Beruflichen Schulzentrums in Hechingen, es könnte sich um die Familie des ehemaligen Hechinger Realschulrektors Heinz Gutzeit handeln. Museumsleiter Hendel griff zum Telefon, und siehe da: Heinz Gutzeit, der am 18. April diesen Jahres seinen 99. Geburtstag feiern kann, wusste natürlich ganz genau, was es mit der Postkarte auf sich hatte: Sie war von der Familie Gutzeit an die Tante in der damaligen DDR geschickt worden. Denn Heinz Gutzeit stammt aus Berlin, war dort schon im Schuldienst tätig, lebte mit Familie mehrere Jahre in Chile, ist sein Leben lang gereist und hat Bilder gemalt, Musik gemacht und einige Romane, wie „Aus dem Tagebuch eines Scharlatans“, „Ein älterer Herr“, „Reise ins Land der schwankenden Erde", „Auf dem Flug von Rio nach Frankfurt" sowie „Verkehrsstau" geschrieben. Von 1970 bis 1982 war er Leiter der Hechinger Realschule, ehrenamtlich hat er sich viele Jahre lang im Seniorenring engagiert. Die Hechinger kennen Heinz Gutzeit! Wie die Karte ins Museum gekommen ist, weiß Museumsleiter Hendel nicht genau, freut sich aber riesig über die Entdeckung: „Das Hohenzollerische Landesmuseum ist eine lebendige Einrichtung, mit kleinen und großen Geschichten baut es Brücken über Jahrzehnte und Jahrhunderte.“

Artikel der Südwestpresse über Heinz Gutzeit

Vielen Freude mit den Ansichten und dem neuen echten Obertorplatz. 

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